Monetarisierung Digitaler Geschäftsmodelle

Eine Webseite oder App, die einem digitalen Geschäftsmodell dient, muss Einnahmen durch Monetarisierungsmodelle generieren können. Bei der Monetarisierung stellt sich zunächst die Frage nach dem Mehrwert, den das eigene Angebot beim Kunden erzeugen soll. Ohne diesen Mehrwert wird der Kunde nicht bereit sein für den Zugang zum damit verbundenen Angebot zu bezahlen. Das digitale Geschäftsmodell erfordert in der Umsetzung der Monetarisierung nun zweierlei:

Digitale Monetarisierungsmodelle

  1. Aufbau von Mehrwert durch ansprechende Teaser und Beispiele
  2. Umsatz durch ein auf den Nutzer abgestimmtes Monetarisierungsmodell

Dieser BLOG-Beitrag über digitale Monetarisierungsmodelle baut auf dem Beitrag vom 15.06.2021 über Digitale Geschäftsmodelle auf. Im Folgenden beschreibe ich Ihnen meine Forschungsergebnisse zu den verschiedenen Technologien der Wirtschaftsinformatik digitale Geschäftsmodelle in einer mobilen Welt zu monetarisieren:

In-App Werbung

Die Monetarisierung findet bei der In-App Werbung nicht über den Verkauf der App selbst, sondern über den Verkauf von Werbeanzeigen auf eingebauten Werbeplätzen statt. Häufig enthalten solche Apps zusätzlich Marketing Tools, die Informationen über das Nutzerverhalten sammeln und diesen Datenbestand dann wiederum an Dritte verkauft.

Werbeplätze in Apps sind attraktiv, sofern die App Nutzer zur Zielkundengruppe der Werbekunden passen. Der Werbekunde kann seine Werbebotschaft in Bild und Text einblenden und verlinkt über APIs auf seine eigene Webseite bzw. sein Angebot. In-App Werbung wird von Kunden oft als störend empfunden, viele Nutzer finden sich aber lieber mit der Werbung ab, als alternativ die App kostenpflichtig zu erwerben.

Hierunter fällt u.a. der Bereich Affiliate Marketing. Darunter versteht man das Empfehlungsmarketing unter Partnern, das hier genauer erläutert wird.

Freemium 

Freemium Modelle bieten eine Basisversion der App, die für viele Nutzer die benötigten Funktionen bereits mitbringt, kostenlos an. Die volle Funktionalität erhält man allerdings erst durch den kostenpflichten Erwerb der Profi- oder Business-Version. Ob es gelingt Benutzer zu Kunden zu machen, hängt sehr von der Attraktivität und der Bereitstellung von Kundennutzen durch die App ab.

Im Netz finden sich zahlreiche Anwendungen, die nach dem Freemium Modell monetarisieren. Zum Beispiel bietet Spotify bietet eine kostenlose Basisversion mit eingeschränkter Funktionalität an; attraktive Zusatz-Features stehen dann nur in der kostenpflichtigen Version zur Verfügung.

Paywall

Bei der Paywall Variante werden nicht die Funktionen, sondern der Content einer Webseite ganz oder teilweise monetarisiert. Diese Form der Monetarisierung wird gerne von gerne von Zeitungen und Zeitschriften für ihr digitales Angebot genutzt. Um generell Einnahmen zu erzielen, kann das Paywall Modell mit der In-App Version kombiniert werden, indem der Nutzer entweder für alle oder nur bestimmte Artikel eines Verlages bezahlt oder aber sich regelmäßig Werbung auf seinem Display anzeigen lässt.

Hier finden Sie eine gute Darstellung der verschiedenen Ausprägungen von Paywall-Modellen.

Sharing Economy 

Produkte werden gemietet und nicht mehr gekauft. Die zeitliche Nutzung eines Produktes gilt heutzutage als attraktiver als der Besitz eines Produktes. Der Kunde kann seinen Aufwand transparent durch sein Nutzungsverhalten selbst steuern (pay per use). Die Einführung von Mindestabnahmemengen ermöglicht dem Anbieter die Realisierung eines Mindestumsatzes.

Dieses Monetarisierungsmodell wird zunehmend auch für mobile Investitionsgüter genutzt, wie zum Beispiel Baumaschinen. Die Maschine, zum Beispiel ein Radlader, bleibt im Eigentum des Herstellers, der sich um die kontinuierliche Vermietung kümmert. Der User hat den Vorteil die Leistung der Maschine ohne Investition nutzen zu können. Der Hersteller kann über den Mietpreis nicht nur den Wert der Maschine amortisieren, sondern sich zusätzlich die Organisation der Vermietung bezahlen lassen. Da dieses Modell nur für User interessant ist, die diese Leistung selten nutzen, kann der Hersteller hier Wachstum durch zusätzliche Umsätze generieren, da ein Kauf der Maschine hier keine Option ist.

Sharing Economy funktioniert seit langem auch in der rein analogen Welt. Apps zur digitalen Erfassung von Leistungsdaten erleichtern und beschleunigen hier die gesamte Abwicklung von der Bestellung bis hin zur Abrechnung. Die Kunden schätzen die Flexibilität dieser Lösung. Die Entwickler bieten dem Kunden darüber hinaus Service Prozesse zur smarten Nutzung.

Beispiel: Car-Sharing Modelle, wie Car2Go.

Fractionalized Ownership 

Kunden erwerben lediglich ein Nutzungsrecht entsprechend dem Teileigentum, dass sie an einem Produkt erworben haben. Der Anbieter übernimmt die Verwaltung des Produktes und kann damit einen größeren Erlös als beim Verkauf desselben erzielen.

Auch die Fractionalized Ownership funktioniert ohne Digitalisierung. Apps dienen hier ebenfalls einer schnellen, fehlerlosen Abwicklung im Sinne einer optimalen Customer Journey.

Beispiele: Teileigentum an Ferienappartements oder Pferden.

Subscription 

Kostenpflichtige Abonnements sind ein wirksames Instrument zur langfristigen Kundenbindung. Die Unternehmen erreichen damit eine gute Planbarkeit ihrer Umsatz- und Cashflow-Entwicklungen.

Das Abonnement Modell (As-a-Service) gibt den Anbietern im IoT die Möglichkeit Add-ons zu implementieren und nach verschiedenen Kriterien abzurechnen. Hierüber können auch zusätzliche Service-Angebote im IoT umgesetzt und monetarisiert werden.

Beispiel: Netflix verlangt Monatsgebühr für den Zugang zu ihrem Streaming-Portal

Guaranteed Availability 

Hier zahlt der Kunde für die permanente Verfügbarkeit eines Produkts oder einer Dienstleistung einen monatlichen Pauschalbetrag. Während Käufern damit eine Sicherheit vermittelt wird, profitieren Unternehmen vom Aufbau langfristiger Kundenbeziehungen.

Beispiel: Just-in-time Baumaschinen an der Baustelle.

Spendenbasiertes Crowdfunding

Beim spendenbasierten Crowdfunding schließt sich eine Gruppe von Menschen zusammen, um soziale Projekte durch Spenden zu fördern. Die Gegenleistung besteht zumeist in der Erwähnung der Spender in einem besonderen Rahmen.

Beispiel: Über die Plattform CrowdCircus können soziale Bauprojekte, wie der Bau oder die Renovierung einer Schule unterstützt werden.

Hidden Revenue 

Bei den Sozialen Medien bezahlt der Kunde keinen Preis für die angebotenen Leistungen, sondern er zahlt mit seinen persönlichen Daten. Sie werden gezielt zu Werbezwecken durch die Plattformen selbst genutzt, oder an Werbekunden kostenpflichtig weitergegeben.

Beispiele: FaceBook, aber auch die Suchplattform Google.

Sie wünschen sich Unterstützung bei der Entwicklung digitaler Monetarisierungsmodelle? Schreiben Sie mir eine Mail oder rufen mich an. Gerne helfe ich Ihnen weiter, auch bei der Suche nach einem geeigneten Entwickler für die Monetarisierung Ihrer Webseite.

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Hamburg, den 26. Juli 2021

Mathias Engel

Ihr Mathias Engel

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